Voraussetzung

Voraussetzung für den Beginn einer traumafokussierten Behandlung mit Kindern und Jugendlichen ist zunächst eine ärztliche oder psychotherapeutisch fundierte Diagnose über das Vorhandensein einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), sowie zwingend die Beendigung der traumatischen Situation und der reale Schutz vor weiteren Traumatisierungen.

Das soziale Umfeld (Eltern, Bezugspersonen, Pflegeeltern etc.) benötigt adäquate Aufklärung und Psychoedukation über traumaspezifische Phänomene (Folgestörungen in den Bereichen Fühlen, Denken und Handeln; Trigger, physiologische und neurobiologische Zusammenhänge) und mitunter Unterstützung bei der eigenen Aufarbeitung des Geschehenen. Nur gestärkte und informierte Erwachsene sind in der Lage, traumatisierten Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg zur Heilung hilfreich zur Seite zu stehen. Wenn es liebevolle Bezugspersonen gibt, die sich um das Kind kümmern, geht es vielen schon nach kurzer Zeit besser. Deshalb beziehe ich in meinen Behandlungen bei jüngeren Kindern und Jugendlichen die Eltern oder andere Bezugspersonen mit ein.

Achtung: 

Nicht immer ist ein Trauma die Ursache für psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen. Im Alltag wird der Begriff Trauma leider oft missverständlich und auch zu häufig gebraucht. Darunter fallen Erlebnisse, die zwar unangenehm aber nicht einschneidend sind. Manche Kinder reagieren sensibler als andere auf unterschiedliche Stressfaktoren, wie z.B. die Scheidung der Eltern oder Konflikte im Freundeskreis sowie am Übergang in eine neue Phase (beispielsweise Pubertät).

Hier ist eine professionelle Abklärung des Therapiebedarfs sinnvoll sowie die Unterscheidung zwischen einer benötigten Psychotherapie und einer Traumatherapie. 

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